Am 23. Juni 2025 lud der ColognePride e.V. (https://www.colognepride.de/) zum Talk mit den OB-Kandidat:innen der Kommunalwahl 2025 ein. Die Veranstaltung fand hoch oben im 29. Stock des Uni-Centers Köln statt und bot einen spannenden Austausch zu queeren Themen, die die Politik der Stadt in der kommenden Wahlperiode bewegen.
Die GoldenGays waren mit Utz, Uwe und Gerd vor Ort vertreten und verfolgten die Diskussion, die von Niklas Kaiser und Hugo Winkels (ColognePride e.V.) moderiert wurde.
Folgende OB-Kandidat:innen nahmen teil (in alphabetischer Reihenfolge):
- Berivan Aymaz (Bündnis 90/Die Grünen) – berivan-aymaz.de
- Thorsten Burmeister (SPD) – torsten-burmester.de
- Roberto Campione (KSG) – Instagram: robertofuerkoeln
- Inga Feuser (GUT & Klimafreunde) – gut-klimafreunde.koeln
- Volker Görzel (FDP) – fdp-koeln.de
- Markus Greitemann (CDU) – cdu-koeln.de
- Heiner Kockerbeck (Die Linke) – die-linke-koeln.de
- Hans Mörtter (parteilos) – hans-moertter.de
Bezug zur queeren Community
In der ersten Runde berichteten die Kandidat:innen, welche persönlichen Bezüge sie zur queeren Community haben.
So erzählte Hans Mörtter, dass er bereits 1994 als erster evangelischer Pfarrer weltweit ein homosexuelles Paar traute. Volker Görzel erwähnte, dass er seine erste Kölner Wohnung direkt über dem rubicon e.V. hatte. Und Berivan Aymaz sprach darüber, dass sie sich als Kurdin schon immer für Minderheiten und deren Rechte einsetzt.
Inhalte und Prioritäten
Die Diskussionen zeigten, dass der Einsatz für queere Rechte und Schutzmaßnahmen von allen unterstützt wird. Die Kandidat:innen betonten die Bedeutung der Queerpolitik und der Menschenrechte sowie die Notwendigkeit, angesichts steigender Straftaten gegenüber queeren Menschen neue Schutzkonzepte zu entwickeln.
Besonders hervorgehoben wurden folgende Ansätze:
- mehr Sichtbarkeit durch Öffentlichkeitsarbeit und Bildung
- der Ausbau queerer Schutzräume und Beratungsangebote
- der Einsatz von mehr Polizeipräsenz an Hotspots (z. B. Ringe und Schaafenstraße)
- die nachhaltige Sicherung der Finanzierung wichtiger Orte wie das Café Bach https://www.aidshilfe-koeln.de/
- die Prävention durch Aufklärung und Sensibilisierungsarbeit
Konsens bestand darin, dass auch bauliche Maßnahmen am Schaafenstraßen-Schutzraum geprüft werden sollten, etwa die Entfernung der Karnevalstribüne aus der unmittelbaren Umgebung. Zudem war man sich einig, dass ein generelles Alkoholverbot dort nicht zielführend wäre.
CSD-Teilnahme und Perspektive
Abschließend sagten alle Kandidat:innen zu, mindestens einmal an der ColognePride-Eröffnung teilzunehmen. Hans Mörtter versprach sogar, dies stilecht mit Netzstrümpfen zu tun.
Besonders wichtig war allen, dass das Amt für Integration und Vielfalt auch künftig beim Dezernat der Oberbürgermeister:in verankert bleibt, um die queere Community dauerhaft zu stärken.
Der Abend machte deutlich: Die queere Community hat die volle Aufmerksamkeit der OB-Kandidat:innen. Die kommenden Herausforderungen – vom Ausbau der Schutzräume bis hin zur Prävention – sollen gemeinsam angegangen werden.
👉 Wer sich ein eigenes Bild von den Kandidat:innen und ihren Zielen machen möchte, findet auf deren Webseiten weitere Informationen und Kontaktdaten.
Der gesamte Talk ist auf YouTube unter https://www.youtube.com/live/qg2HmvDvNsE?si=lMLkb9B_n55LFLuT für den Interessierten nachzuverfolgen, jedoch beginnt die eigentliche Übertragung erst ca. ab Minute 6, vorher ist nur ein Standbild zu sehen.
Auf dem Foto von links nach rechts: Niklas Kaiser (ColognePride), Hans Mörtter, Markus Greitemann, Thorsten Burmeister, Berivan Aymaz, Inga Feuser, Volker Görzel, Heiner Kockerbeck, Roberto Campione und Hugo Winkels (ColognePride)
Gerd aus Lindenthal