Fast zwanzig Neugierige, darunter viele GoldenGays, machten sich auf den Weg nach Rolandseck, um die Werke von Günther Uecker zu entdecken. Der 1930 geborene Künstler wurde weltbekannt durch seine Nagelbilder – Leinwände, die er mit unzähligen Nägeln zu faszinierenden Strukturen verwandelt. Was auf den ersten Blick minimalistisch wirkt, entfaltet durch Licht und Schatten eine unglaubliche Tiefe.
Unser Museumsführer verstand es meisterhaft, die Gruppe einzubinden. Und genau da wurde es spannend: Jeder sah etwas anderes. Wo der Führer Bewegung und Rhythmus interpretierte, erkannten die Gäste Ordnung, Chaos, Schmerz oder Meditation. Eine lebhafte Diskussion entwickelte sich – unterschiedliche Perspektiven prallten aufeinander, und genau das machte die Führung so besonders. Kunst lebt von der persönlichen Interpretation, und das wurde an diesem Nachmittag eindrucksvoll deutlich.
Die Begeisterung war riesig. Gelacht wurde viel, diskutiert noch mehr. Nach so viel Kultur hatte sich die Gruppe eine Stärkung verdient: Im Deutzer Brauhaus klang der Tag bei deftigem Essen gemütlich aus. Bei Kölsch und rheinischem Sauerbraten wurden die Eindrücke ausgetauscht, und die gesellige Atmosphäre sorgte dafür, dass niemand so schnell nach Hause wollte.
Die nächste Veranstaltung von Raimund findet ihr – sobald er sie uns verraten hat – wie immer im Veranstaltungskalender.